2003-12-20
Die Shia gefährdet den Widerstand
Sowohl die alevitischen Kurden als auch die Shiiten, denen jene religions-ideologisch nahe stehen, werden sich vermutlich im Laufe der US-Kampagne "gegen den Terror" und der sie erwidernden Revanche "Tha'ar" - sagen wir es korrekt: im Verlauf des zunehmenden kolonialistischen Terrors und des darauf reagierenden Widerstands - als potentielle Kollaborateure der Invasionsmächte erweisen.
Ihre Geschichte prädestiniert sie dazu, und die US-Amerikaner werden die Zurücksetzung der Shiiten im Iraq bald überdenken müssen, was die Briten im Süden des Landes bereits zu praktizieren scheinen.
Auch die Kurden sind als Aleviten-Bektaschiten mit dem sunnitischen Islam unvereinbar und daher stets als eine Gefahr für den Djihad zu betrachten.
In Deutschland sind sunnitisch-wahhabitische Einrichtungen und Familien alevitisch-bektaschitisch unterwandert und ausgehorcht worden.
Im iranisch-iraqischen Krieg unterstützten die USA den "sunnitisch"-säkularen Saddam gegen den shiitischen Iran; das könnte diesmal einen anderen Akzent erhalten.
Damals wurde der Atheist gegen die Religiösen eingesetzt, weil vom damals noch revolutionären - shiitischen - Islam im Iran die historischen Impulse ausgingen, die der Westen unterdrücken wollte.
Der aktuelle Djihad hat sunnitisch-wahhabitische Wurzeln, gegen ihn richtet sich der Kreuzzug des Westens - und bieten sich die alten Gegensätze aus Shia und kurdischem Alevismus-Bektaschismus als Komplizen an.