2006-05-02
Der Friede ist ewig wie der Krieg
Wie die Nacht und der Tag, wie die Liebe und der Haß.
Es gibt Zeiten, da können wir uns den Frieden nicht leisten, weil der böse Nachbar es nicht will.
Die Bosheit trägt politische Farben, akademische Titel und bürgerliche Namen, die mitunter aufhorchen lassen.
Wenn ein Politiker den Sturzbach zwischen Reich und Arm in unserer Gesellschaft als von Gott gegeben und die Kritik an diesem Jahrhundert-Skandal als «Neidreflex» abtut, muß er nur noch Bosbach heißen, und wir wissen, in welcher Dimension wir uns bewegen.
Der Name Mißfelder war uns schon früher begegnet - bei einem, der sein Feld nicht bestellt und Angst vor denen hat, die dies fleißig und ein Leben lang taten...
Die neue bürgerliche Klasse lebt in dem Glauben, von Gott bevorzugt und nicht etwa geprüft zu sein.
In den alten orientalischen Geschichten ist jeder, der wie Mißfelder oder Bosbach auftritt, der die Armen und Anvertrauten behandelt, als wären sie nicht da, nicht da als mit gleichen Rechten und Vorzügen Beschenkte...
... in Gefahr, denn so will es das Gesetz Gottes, von seinem widerrechtlich angeeigneten und erkletterten Sockel sehr plötzlich herab zu stürzen.
Gott gibt und nimmt auch wieder.
Wer nicht abzugeben bereit ist von seinen zeitweiligen Privilegien, der ist des Teufels.
Bosbach und Mißfelder sind endgeschichtliche Vorzeichen.