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Die Freiheit ist unsere Sicherheit

2006-10-14

Avram Kokhaviv

Nach dem Bekenntnis

Zwei mal bekannte ich, legte ich Zeugnis ab vor zwei mal zwei arabischen Muslimen, Spätsommer/Herbst 1988 in Yafo, die genauen Tage - zwischen dem 7. und dem 30. September - weiß ich nicht mehr, die Aufzeichnungen wurden mir in Tel Aviv gestohlen.

Es waren einfache, dem Großen Wagen angemessene Wiederholungen aus dem reichen Fundus des Kleinen, älteren Gefährts.

Entlehnt dem Shma, Israel!

Meine Gotteserkenntnis - Erkenntnis der Notwendigkeit Gottes - war Jahrzehnte alt, aber nun sagte ich es - authentisch, für den Islam verbindlich - vor Zeugen: Da ist kein Gott außer Allah, und Mohammed ist sein Prophet.

Dafür stehe ich ein; einen Widerspruch zur Lehre der Torah sehe ich nicht.

Ich sollte in der Moschee mit dem Hodja oder Imam sprechen, doch mein Instinkt hielt mich zurück; später las ich in der Zeitung, daß der Mann für den israelischen Geheimdienst gearbeitet hatte.

Das war ein politisches, kein philosophisches Problem.

Die Ausweitung der hebräischen Lehre - ihre gültige Verallgemeinerung im Islam - gründet sich auf eine tief greifende, fundamentale Lebenserfahrung.

Ich bin kein Verräter, ich habe mich von Israel, dem Staate, abgekehrt, nachdem ich lange Zeit an eine jüdisch-islamische Versöhnung oder Verbrüderung glauben wollte.

Dies war - vorerst - ein Irrtum.

Israel hat sich am Islam, der ihm über die Jahrhunderte Schutz und Bleibe gewährte, versündigt.

Die euro-islamische Strategie geht über die eurabische Idee - und Unterstellung! - weit hinaus.

Die euro-islamische Strategie ist eine toranisch-islamische Wegweisung nach Europa, keine europäische Reformation des Islam, wie sie dem «Euro-Islam»-Konzept von Bassam Tibi vor schwebt.

Djihadisch intendiert sie die Islamisierung Europas, nicht die Europäisierung des Islam; alles weitere bleibt der Geschichte überlassen.

Die euro-islamische Strategie läßt sich auch nicht durch die impliziten - sozusagen post-strategischen - Verdächtigungen Bat Ye'Ors (Eurabia) abschrecken, die - zunächst ziemlich unauffällig - eine anti-djihadische Theorie entwickelt hat.

Wir bewegen uns hier auf heißem Pflaster, was mit der Entdeckung der euro-islamischen Strategie - ihrer historischen Bestätigung! - offensichtlich erkannt worden ist.

«Wie die Dinge ohne unser Zutun ablaufen und dennoch erscheinen, als hätten wir sie bewirkt und gesteuert... Seiner Zeit immer ein paar Schritte voraus sein: das ist die angewandte Erkenntnis der kosmischen Gesetze.»

Die von Bat Ye'Or Anfang des dritten Jahrtausends aufgedeckten Gefahren einer arabisch/islamisch-faschistisch/nationalsozialistischen Annäherung sind bereits Erkenntnisanteil der euro-islamischen Strategie aus den achtziger und neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts.

Bassam Tibi und Bat Ye'Or scheinen etwa zur gleichen Zeit die für den anti-islamischen Kreuzzug gefährliche Strategie entdeckt und defensiv (Tibi) bzw. offensiv (Ye'Or) aufgearbeitet zu haben, ohne den theoretischen Anlaß zu erwähnen.

Die Furcht vor dem Islam übersieht auch geflissentlich die - politischen, sozio-ökonomischen, moralisch-sittlichen - Gefahren, die heute von der westlichen Zivilisation ausgehen.

Was - wie etwa die «Emanzipation der Frau» - als freiheitliche Errungenschaft gefeiert wird, ist in den Augen und Ohren des islamischen Orients oft eine Entwürdigung des Menschen: der Krönung göttlicher Schöpfung.

Das gilt auch im Sinne der Torah.

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