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Die Freiheit ist unsere Sicherheit

2006-10-23

Avram Kokhaviv

Die richtige Antwort

Der Tjador, das Kopftuch und die arrangierte Ehe - gegen Zwangsprostitution, Menschenhandel, moderne Sklaverei, allgemeine Entwürdigung und Selbstentwürdigung der Frau...

Für eine kurze Weile wurde aus gegebenem Anlaß ein bißchen gegen die Zwangsprostitution gewettert, doch das hat sich schnell wieder gelegt.

Dauerbrenner bleiben hingegen das Kopftuch der muslimischen Frauen und ihre «Zwangsverheiratung», «Ehrenmord»...

Das macht sich immer gut und paßt nahtlos in den anti-islamischen Propaganda-Feldzug.

Man rede jetzt nicht von «Terrorismus», denn Kopftuch, Ehe und Ehre gehören seit je zum gediegenen Islam.

Wer noch nicht realisiert hat, daß das Kopftuch eine Frau zur Königin macht, muß ganz schön verhetzt oder blind sein.

Die Würde der Frau liegt jedenfalls im Orient in besseren Händen als im Abendland.

Der sittlich verkommene Westen bietet diesbezüglich nur noch das Allerschlimmste...

Der Islam hat das spät, doch um so gründlicher erkannt; der konsequente Islam widerstreitet permanent der inneren und äußeren Menschenfeindlichkeit moderner Realität.

Die Indezenten sind geduldet, ja gefördert und gepriesen... - die Töchter des Islam aber werden verfolgt, gedemütigt, diskriminiert...

Seit einiger Zeit melden sich muslimische Frauen zu Wort und bestehen auf ihrem Recht.

Sie gehen - in der Türkei, in England, in Ägypten... - verschleiert, im Tjador, protestierend an die Öffentlichkeit.

Auf dem Plakat, das eine bis auf die Augen schwarz verhüllte Frau hoch hielt, stand zu lesen:

THE VEIL IS WOMENS LIBERATION

Am Al-Quds-Tag machten sich rund 1000 libanesische Frauen im Tjador auf den Weg:

«Jerusalem, wir kommen!»

Sie wurden zwar - unter israelischer Beobachtung - von libanesischen Grenzsoldaten aufgehalten, blieben jedoch unbeirrt in ihrem Entschluß.

ARREST JACK STRAW FOR INCITING RELIGIOUS HATRED

... hieß es auf einem anderen Plakat der demonstrierenden Engländerinnen, nachdem der ehemalige britische Außenminister die muslimischen Frauen aufgefordert hatte, auf die Verschleierung des Gesichts - es ging nicht einmal um Kopftücher - zu kommunikativem Vorteil zu verzichten, wobei er ihnen das Recht auf ihre freie Entscheidung keineswegs absprach.

Das Recht auch auf ihr persönliches Geheimnis?

Während seit vielen Jahren die westlichen FeministInnen eine aggressive Kampagne gegen bedeckte muslimische Frauen führen - in Frankreich und Deutschland sind mittlerweile Kopftücher vom Öffentlichen Dienst ausgeschlossen - das Kopftuch, so heißt es in Europa, sei ein Symbol für die Unterdrückung der Frau im Islam und eine politische Markierung des Djihad -, sprechen die ersten Indizien für eine neue - islamische - Frauenbewegung.

Neu in der Geschichte des Islam ist, daß Frauen um das Recht auf Tjador kämpfen.

Das Recht der Frau, sich zu verschleiern, ist ein Teil ihrer Freiheit.

Der Schleier als Befreiung der Frau - nur Frauen können so was denken.

Das Recht auf Anonymität, aufs respektierte Incognito, ist ein modernes Recht.

Gelehrte und gebildete Frauen - Studentinnen an türkischen und ägyptischen Universitäten... - begreifen und verteidigen ihre Selbstverhüllung als ein weibliches Privileg.

Auf den feministischen Westen kommt etwas zu, womit hier niemand gerechnet hat.

Frauen im Tjador als Avantgarde der islamischen Revolution, des Djihad, werden das verwirrte Abendland endgültig aus der Fassung bringen.

Doch fürchtet in gleicher Verkleidung die anti-islamische Konterrevolution!

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