2007-03-10
Das ökonomische Interesse hinter der Ökologie
Klimawandel, Krippenplätze, Rauchverbot, überhaupt Verbote, Verbote, Zwänge, Drohungen, gar nicht zimperliche Geldstrafen für tägliche Kleinigkeiten... - im Mittelpunkt medialer Debatten, ein ganz toller Hit.
Die Wortbedeutungen - Ökonomie, Ökologie - sind fast deckungsgleich, aber was soll's.
Das griechische «oikos» für Haus, Haushalt, Wirtschaft... ist in der «Ökonomie» auf innere Ordnung und Gesetzlichkeit bezogen, während die «Ökologie» die äußere - «konstellative» - Zuordnung der Dinge definiert.
Heute ist «Ökologie» im Gebrauch für die Regulierung übergeordneter Zweckmäßigkeiten.
Es sind - jenseits aller Semantik - politische Entscheidungen.
Bei genauerem Hinsehen eröffnet sich mit der «Ökologie» als «Ökologismus» eine neue Welt der Gebühreneinnahmen - und immer wieder Verbote, wie die Menschheit sie noch nicht erlebt hat?
Ein neuer Totalitarismus steht ins Haus, was sag ich, hat es besetzt, besitzt es bereits.
Daß arme Leute in Preußen keinen Kaffee trinken sollten und darum von «Kaffeeschnüfflern» verfolgt wurden, galt lange Zeit als besonders wunderlich und charakteristisch für diesen Ordnungsstaat, der sich auch um die Menge des Alkohols kümmerte, den einfache Leute zu sich nehmen durften.
Armut oder bescheidene Verhältnisse als «asozial» und also von polizeilichem Interesse gehörten im brandenburgischen Staate der eben erst überwundenen Leibeigenschaft zum Alltag.
Die aufgeschriebene und überlieferte Geschichte handelt von Grafen und anderen Großgrundbesitzern, der arbeitende Mensch hat darin einen begrenzten Sachwert.
Wo der Staat sein gutes Herz entdeckt, um die Gesundheit der Untertanen - als welche die einfachen Leute heute wieder behandelt werden - sich sorgt und zu diesem Zweck den «Umweltschutz» erfunden hat, ist das vor allem ein «Déjà vu»-Erlebnis.
Der König oder Gutsverwalter verbot dem untertänigen Gesindel, sprich: seinen Sklaven das Saufen oder schränkte es erheblich ein, nicht um ihrer Gesundheit willen...
Er sorgte sich um ihre Arbeitskraft: sie sollten nicht im Suff den nächsten Morgen verpennen, sondern pünktlich am Platz sein.
Und falls die Armen jemals Kaffee tranken, taten sie es gewiß, ohne den dafür vorgesehenen Hohen Zoll entrichtet zu haben.
Ökosoziale Ordnung war und bleibt ein lukratives Zwangssystem.
Es geht um die Erhaltung alter und die Erschließung neuer Einnahmequellen, verbunden mit teuren Schuldzuschreibungen.
Preiserhöhungen sind Vergünstigungen für die Reichen, Herrschenden, «Besserverdienenden»...
Am Rauchen verdient der Staat mehrfach.
Er kassiert Steuern für Tabakwaren, Strafgebühren bei Übertretung des Rauchverbots; wer seine Zigarettenkippen auf die Straße wirft, zahlt noch einmal, ganz klar.
Die Intensität bei der Verfolgung des Tabakrauchens hat den Verdacht aufkommen lassen, daß die Tabakfarmer auf den lukrativeren Mohnanbau umsteigen wollen.
Das Angebot, sich von strengen Umweltvorschriften freikaufen zu können, beseitigt jeden Zweifel, daß es ums Geld geht.
Der Staat verwaltet seinen Konkurs und holt noch in letzter Minute herein, was hereinzuholen ist.
Das geht nicht ohne periodische Wahnanfälle, die über Politik und Medien eingespielt werden müssen, um die Sache in Schwung zu halten oder wieder in Schwung zu bringen.
Krippenplätze für die 35% Schickeria-Mütter sind «Gleichstellungs»sache...
Mich regt das nicht weiter auf, weil ich sowieso davon ausgehe, daß die moderne Gesellschaft so etwas wie eine kollektive Psychose ist, aus der man sich möglichst heraushält, in der man sich aber auch irgendwie wohlfühlt.
Wer geht schon gern freiwillig in ein Irrenhaus, ohne Arzt oder irre zu sein, und doch, und doch...
Ich meine, viele «Probleme» ließen sich leicht lösen.
Vieles wurde künstlich - «politisch» - entschieden, was heute als «Problem» im Raume steht und sich offenbar unter keinen Umständen beseitigen lassen will.
Luftverschmutzung, Arbeitsmangel, kaputte Familien, Kinderlosigkeit... sind keine «echten» Probleme.
Die ruinösen Zustände waren politisch gewollt.
Die moderne Gesellschaft hat den Menschen bewußt seiner Natur entfremdet.
«Gleichstellung der Geschlechter», «Genderismus», der Aberwitz, die naturgegebenen Unterschiede zwischen Mann und Frau systematisch zu ignorieren und zu mißachten, sind - quasi religiöse - therapeutische Begriffe einer gemütskranken, selbstentfremdeten Gesellschaft.
Und wenn alles nur ein Spiel ist?
Was man vernünftigerweise nicht mehr ernstnehmen kann, ist gleichwohl das überaus ernstzunehmende neue Konstituens der sich als modern begreifenden Welt.
Jedes freiheitlich-demokratische Privileg für die BonzInnen... - den totalitären Ökofaschismus aber fürs betrogene, verarmte Volk...
Wirklich clever, die Damen und die Herren.
Natürlich sind das alles Symptome von Dekadenz, Auflösung und Untergang, doch der Untergang kann dauern, und wer in einem Irrenhaus leben muß, ohne irre zu sein, ist vor nichts und niemandem sicher.
Restitution der Familie, Rekonstruktion der Lohn-Arbeit-Lebens-Verhältnisse sind einfache Lösungen, die allerdings in die Vormoderne führen.
Wenn wir aufs Ende des neunzehnten Jahrhunderts zurückschauen, werden wir ohne Mühe feststellen, daß die historische Grundproblematik nicht nur unerledigt liegen blieb - sie ist durch phantastische Scheinprobleme ersetzt worden.
Aus den Klassenkämpfen wurden Rassenkämpfe, aus der gerechten Forderung nach Freiheit und Gleichheit für die Unterdrückten, Ausgebeuteten, Diskriminierten wurde «Emanzipation und Gleichstellung der Frau» - quer durch Klassen und Geschlechter.
Die allgemeine Wehrpflicht ist dabei allerdings «vergessen» worden.
Das ist 19tes Jahrhundert!
Die Doppelverdienerinnen nehmen den Familienvätern die Arbeit weg: das ist 19tes Jahrhundert und bitterwahr.
Doch dies ist 21stes Jahrhundert:
Wer auf die Moderne nicht verzichten will, kommt bei der Lösung von Umwelt- und Energieproblemen an der Atomwirtschaft nicht vorbei.
Arbeit außer Haus ist soziale Notwendigkeit und nicht Selbstverwirklichung, nicht einmal wie «In der Not frißt der Deibel Fliegen», bitterwahr - 19tes Jahrhundert...
Vive la différence?
Ich meine - unter der Kruste von gesellschaftlichen Klassen-Gegensätzen - Reich und Arm, Herrschende und Beherrschte, Herren und Sklaven... - auch den natürlichen Unterschied zwischen Mann und Weib.
Und ich meine den historischen Unterschied zwischen seßhaften Kunstwesen und Wanderarbeitern, Nomaden...
Zwischen Garderobenständern und dem ewigen Menschen.
Sein oder Schein, Mensch oder Attrappe, das ist hier die Frage.
Es stehen nicht Werte gegen Werte, nicht Relativ gegen Relativ, sondern Richtig gegen Falsch, Wahr gegen Unwahr, Echt gegen Unecht, Gültig gegen Fälschung, Ewig gegen modischen Wechsel.
Natürlicher Adel unter den Lumpen, «unerkannter Messias», ein innerer Djihad als besondere Qualität.
Ein geistiger Djihad, der sich im Alltag von Mensch zu Mensch weitergibt.
Gesetzestreue Positionierung, selbstverständliche Stabilität und Standhaftigkeit, die Instaurierung inmitten allgemeiner Versumpfung...
Darum lieben sie mich alle, mich jüdischen Muslim.