2008-03-06
Bei allem Enthusiasmus, der auch zu überzeugen vermag
Eine pessimistische Zugabe kann nicht schaden
Es geht um die Begeisterung, mit der hier der Islam hereingezaubert werden soll.
Es ist nicht einmal Pessimismus, sondern einfacher Wirklichkeitssinn, was vonnöten erscheint.
Praktisch wird es weitergehen wie bisher.
Die Alt-Deutschen werden alles unternehmen, um die Neu-Deutschen wieder loszuwerden, die werden sich sträuben, die Politik wird einen Modus finden, nach dem dann nichts so heiß gegessen, wie jetzt angekocht wird.
Die zugewanderten Türken werden sich einfügen, wenn es ihnen nützlich erscheint, oder - andere wieder - maulen und ein bißchen Widerstand leisten.
Die Deutschen treten natürlich nicht zum Islam über, sondern bleiben, wie sie sind, angepaßt, überangepaßt, in ihren vier Wänden ein bißchen niederträchtig, ein bißchen ergeben, mehr ergeben als niederträchtig.
Die schlechte Stimmung bei schlechter Wirtschaftslage wird den einen oder andern wieder abwandern lassen, die allgemeine Migration läßt - aber nur zeitweilig - nach.
Die realistische Einschätzung sieht ein wenig nach Verachtung für die Volksmehrheit aus.
Die wird sich nicht erheben, und die traditionellen Führungsschichten werden sich alles Mögliche und Unmögliche einfallen lassen, nur nicht den Islam als eine strategische Möglichkeit, wenn nicht Notwendigkeit.
Die Logik mag noch so zwingend sein, sie ist nicht der Rede wert, wenn sich kein Mensch nach ihr richtet.
Es genügt nämlich nicht, an die politische Vernunft zu appellieren und darüber hinaus dazu aufzufordern, einmal ganz außer der historischen Reihe über den eigenen Schatten zu springen.
Die Sache muß organisiert werden, eine Propaganda-Abteilung muß her, wer was auf die Beine stellen will, muß seine Kampagnen-Fähigkeit unter Beweis stellen, soviel sollte wohl klar sein.
Wenn schon kein Führer zur Hand ist, so muß doch wenigstens eine ungewöhnliche Führungskraft sichtbar und hörbar werden, die uns den Weg weist, egal wohin.
Wo es tönt und flimmert, kannst du deinen Verstand zur Hälfte ausschalten, das kapiert jeder.
Das eigenständige Denken und verdichtete Verstehen ist beim Volk der Dichter und Denker nicht gerade die zu erwartende Freizeit-Beschäftigung, nichts zeigt den kollektiven Eigensinn weniger an als ausgerechnet das.
Das Volk will betrogen sein, und das Höchste an Betrug ist der nationale Fußball-Rummel um die neuen Millionäre im alten Arbeiter-Sport.
Wo sich keiner mehr schämt, hat der Schwachsinn seine Bleibe gefunden.
Pisa ist Programm gegen den vernünftigen politischen Gedanken.
Studiert die Schul- und Kinderpolitik, macht euch zu Kassandren der kommenden nationalen Nerven-Zusammenbrüche!
Doch fürchtet euch nicht, Gott wird es richten.