Navigation überspringen

kokhaviv publications

Ismael - Die Gegenseite

Er wird ein wilder Mensch sein. Er wird gegen jeden kämpfen und jeder gegen ihn. Er lebt getrennt von seinen Brüdern und fordert sie alle heraus. Genesis 16,12 und 25,18

2000-08-14

Bez.: Schreiben des PNK vom 30.4.2000

Sehr geehrter Herr...*,

das umseitig fotokopierte Dokument zeigt Ihnen die inzwischen vollzogene Gründung der Deutschen Gruppe zur Befreiung der Kaschmiris, der Kastenlosen, Adivasis und Niederkasten vom Joch des hinduistischen Kastensystems an. Unsere Gruppe hat inzwischen mehr Mitglieder als auf der Fotokopie angeführt ist.

Wichtig wäre jetzt, daß pakistanische Staatsbürger ihrerseits ein solches Komitee gründen und dort alle Verstöße Indiens gegen die Menschenrechte, insbesondere Verfolgungen von Kastenlosen und Verbrennungen unliebsamer hinduistischer Ehefrauen (das ist der hiesigen Presse immer berichtenswert!), dokumentieren und an das westliche Ausland weiterleiten. Es müßte doch möglich sein, daß die Muslime in Indien an Ort und Stelle solche Verbrechen aufzeichnen oder fotografieren und schnellstmöglich an westliche Nachrichtenagenturen weiterleiten. Die Koordination dieser aufklärenden Tätigkeiten sollte zweckmäßiger Weise vom ISI organisiert werden. Als Vorbild dieser humanitären Arbeiten könnten die "Helsinki Watch Groups" der letzten Jahrzehnte des Kampfes gegen die Unmenschlichkeiten in der Sowjetunion oder in der "DDR" gelten. Die permanente Darstellung der kommunistischen Grausamkeiten in den westlichen Massenmedien hat die politischen und ökonomischen Solidarisierungen des Westens und der NATO-Staaten mit den roten Regimes immer wieder erschwert und teilweise unmöglich gemacht!

Der Wunsch Pakistans, endlich das Selbstbestimmungsrecht für Kaschmir durchzusetzen, erinnert stark an die Politik Bonns, die Wiedervereinigung Deutschlands durchzusetzen. Die westdeutschen Methoden dieser Politik waren nach vielen Jahrzehnten erfolgreich und sie sollten von Islamabad studiert und übernommen werden. Man konnte von Bonn und Westberlin auf die Zentren der globalen Meinungsbildung in New York, London, Amsterdam, Stockholm usw. einwirken und dadurch auch die Außenpolitik von Washington und London im gesamtdeutschen Sinne beeinflussen.

Wir sehen voraus, daß die Kaschmirpolitik Pakistans zu einer Art Kaltem Krieg mit der Gefahr des Ausbruchs eines "heißen" Krieges führen muß. Dessen Ergebnis wäre leider ähnlich wie das des indischen Krieges um Bangladesh: Die Zerstörung Pakistans und seine Zerlegung in einige Einzelstaaten im Tal des Indus sowie in Beludschistan. Deshalb muß Pakistan nicht nur Verbündete im Ausland mobilisieren, sondern auch Verbündete in Indien schaffen. Solche Verbündete sind potentiell die Freiheitskämpfer in Nagaland, Assam, Tripura und Mizorem, aber auch die Tamilen in Südindien und die Sikhs in Pandschab. Grundsätzlich müßten alle sozialen (Kasten, Stämme, verfolgte Ehefrauen), politischen (Bundesstaaten der Union) und kulturellen (Sprachen) Bestandteile Bharats in den Dienst der Befreiung vom Joch der Diktatur der hinduistischen Oberkasten gestellt werden. So, wie der Sowjetblock, die Sowjetunion selbst und Jugoslawien destabilisiert worden sind, so müßte Bharat destabilisiert und dann zerlegt werden!

Wir machen ganz realpolitisch die Verantwortlichen in Islamabad und Karachi darauf aufmerksam, daß es künftig nicht mehr ausreichen wird, nur die Solidarität der Weltmuslime für die unterdrückten Kaschmirer zu organisieren. Die sich herausbildende Achse Indiens mit der NATO ist stärker als das Bündnis Pakistans mit China und Saudi-Arabien! Die Achse Delhi-Washington kann nur gesprengt werden durch die permanente Darstellung der hinduistischen Unmenschlichkeiten gegenüber ihren eigenen Staatsbürgern. Wenn die westlichen Massenmedien diese blutigen Tatsachen einmal zur Kenntnis genommen haben, dann zerbröselt auch die Achse Delhi-Washington! Aber zu diesem Zweck ist es nötig, daß die weltweite muslimische Solidarität erweitert wird durch eine muslimische Solidarität mit allen Menschen, die sich nach ihrer Befreiung sehnen, ungeachtet ob sie jetzt Muslime sind oder subjektiv benachteiligte Hindus. Auf lange Sicht ist es nicht wichtig, ob Nichtmuslime polytheistische Hindus sind, sondern ob sie den Wunsch nach ihrer Befreiung haben! Der Kampf für ihre Befreiung, wenn er von Muslimen organisiert wird, kann langfristig sogar zur Konversion zum Islam führen. Kurzum: Wir schlagen den verantwortlichen Kräften Pakistans vor, ein demografisches Potential anzusprechen und zu organisieren, das zum Sieg der pakistanischen Idee und damit des Staates Pakistan beitragen wird.

Gegenwärtig schwafelt die amerikanische Presse vom Bündnis der "beiden größten Demokratien der Welt", nämlich zwischen den USA und Indien. Wenn wir aber herausstellen, daß das nur eine oberflächliche Kombination ist, daß in Wahrheit das hinduistische Indien, "mata bharat", ein Produkt der Invasion der rassistischen "Arier" über farbige Menschen sowie der britischen Rassisten (Houston Steward Chamberlain!) ist. Demgegenüber ist Pakistan eine Schöpfung des semitischen antirassistischen Geistes. Die Herren der modernen westlichen Massenmedien, die Juden, können sich diesem Argument auf Dauer kaum entziehen!!

Entzögen sie sich, dann würden sie von den vielen amerikanischen Farbigen, darunter den Black Muslims, schnell auf diese Tatsachen aufmerksam gemacht.

Wir Muslime sollten uns die Kampfmethoden sowohl der früheren kommunistischen Weltbewegung ("Weltfriedensrat" in Prag!) wie ihrer westlichen Gegner aneignen. Die Fortschritte der Kommunikation (Telefon usw., TV, Internet usw.) müssen vom Weltislam indienstgenommen werden. Konferenzen gegen die Inhumanitäten des hinduistischen Gesellschaftssystems müssen in den westlichen Metropolen veranstaltet werden. Die Opfer hinduistischer Unmenschlichkeiten könnten in Pressekonferenzen, per TV, Film usw. der Weltöffentlichkeit vorgestellt werden. Ihre Entlassung aus indischen Gefängnissen, KZs usw. muß kampagnenhaft gefordert werden. Die ganze Indische Union muß zu einer massenmedialen Belastung ihrer Verbündeten im Westen gemacht werden, zu einer Eiterbeule des "freien" Westens, die man möglichst schnell loswerden möchte, weil sie eine Schande ist. Künstler, Filmschauspieler und Personen des öffentlichen Lebens müssen aufgefordert werden, gegen die Inhumanitäten des indischen Systems Stellung zu nehmen.

Wie das methodisch gemacht werden muß, sagen uns Handbücher für Agitation und Propaganda des Marxismus-Leninismus im Detail, zeigt uns aber auch die Arbeit z.B. von Amnesty International. Dafür sollten auch die saudischen Finanzmittel bereit stehen.

Für heute genug Details. Wir hoffen, daß unsere Anregungen in Islamabad aufgegriffen werden.

Mit den besten Empfehlungen bleibe ich Ihr

gez. Knapp

(T. E. Knapp)

*Adressat des für den pakistanischen Geheimdienst ISI bestimmten Schreibens ist der Redaktion bekannt.

pre | next

© Copyright 1999 - 2003 kokhaviv publications