2003-09-18
Wer andren eine Grube gräbt...
Das Ende der "Doha"-Runde der WTO(= World Trade Organization)-Konferenz in Cancun, Mexiko, beweist, was von den Phrasen der Nordstaaten des Erdballs zu halten ist: Die Farbigen sollen verrecken, solange die Nordischen weiter Profit machen können!
Empörend ist allein der Satz des US-Vertreters auf dieser Tagung, Zoellick, wonach mit weiteren unilateralen Maßnahmen der USA zu rechnen sei.
Diese allerdings werden das Gegenteil des an den nördlichen Börsen Erwünschten zur Folge haben.
Daß das Attentat des 11. September ausgerechnet auf die New Yorker Doppeltürme des World Trade Centers verübt wurde, erhält so eine nachträgliche Sinngebung, wie auch das Datum des Anschlages für Geschichtsbewußte einen vorausgeeilten Sinn hatte: Der Fliegerangriff am frühen Morgen eines anderen 11. September auf die Moncada in Santiago de Chile mit dem Märtyrertod des frei und demokratisch gewählten Präsidenten Allende und seiner vielen tatsächlichen und gemutmaßten Anhänger.
Solche "unterirdischen" Zusammenhänge geschichtlicher Ereignisse sollte man tunlichst bald wahrnehmen, statt die ständigen und zahllosen US-Zirkusaufführungen der Flugzeugstürze auf New York usw. in deutschen Massenmedien devotest wiederzugeben.
Man möchte über diesen deutsch-submissiven Pseudojournalismus in adäquatem deutsch-amerikanischem Mischidiom kalauern: "Wie man sich embedded, so lügt man!"
Damit sind nicht nur feige Journalisten angesprochen, sondern auch liberale Parteibonzen mit Beamtenpensionen, die heute einen Scharon leserbriefschreibend von jeder Kritik mit dem Wörtchen "leider" verschonen, aber wenige Jahrzehnte vorher die Verhaftung des Massenmörders Eichmann mit formaljuristischen Argumenten verdammt haben.
Es scheint wahr zu sein, wenn Kenner der deutschen Seele feststellen, daß deren Haupteigenschaft eine grenzenlose Feigheit sei.
Abgesehen von dieser echt deutschen Eigenart wäre über die Haupttäter des Welthandelsskandals nur zu sagen, daß jene Grube, die die Nordischen der Erde, zumal die USA, für die verhungernden Farbigen graben, just jene sein wird, in der sie selber enden werden.
Kein anderer als der legendäre Freiheitskämpfer Malcolm X hat das mit dem slang-amerikanischen Satz schon früher umrissen, als er sagte: "The chickens coming home to roost!" ("roost" ist die Schlafstange der Hühner und nicht ein Bratrost!).
Wenn wir uns nur die amtsüblichen Phrasen ins Gedächtnis zurückrufen wollten, die seit dem letzten 11. September immer wieder auf uns niederprasseln: Dieses Attentat habe die Welt für immer verändert - nur in den Elendsvierteln der sogenannten Dritten Welt hat sich überhaupt nichts geändert! -, habe "unser aller" Leben verändert - es hat lediglich die Urlaubsplanungen der Weißen durcheinandergewirbelt und sonst gar nichts! -, habe alle Regierungen zu "rückhaltloser Solidarität" verpflichtet - abgesehen vom rücksichtslosen Konsumverhalten der Mächtigen.
Der Zorn über diese moralische Verlotterung der irdischen Nordwelt zwingt die Menschheit zu Reaktionen.
Die Kritik der nördlichen Unkultur kann nicht radikal genug sein.
Beispielsweise beginnt die moralische Verlumpung schon mit den Übersetzungen der jüdischen Bibel in die griechische, lateinische und deutsche Sprache und vermutlich auch in die weiteren europäischen Sprachen.
Der Judengott, zu dem die Christen angeblich beten, hat den Menschenmord in seiner Offenbarung an den Propheten Noach ausdrücklich und als Erstgebot untersagt.
ER hat dasselbe im Dekalog über Seinen Propheten Moses-Musa noch einmal untersagt.
Und was taten seine heidenchristlichen Übersetzer?
Sie "übersetzten": "Du sollst nicht töten!" und übertrieben Gottes Mordverbot bis ins Absurde.
Sie machten damit die Rechtsprechung generell zu einem Problem, das bis heute nicht gelöst werden kann.
Völkermorde waren seitdem theoretisch und praktisch immer wieder möglich.
Auch unfreie und ungleiche Handelsbeziehungen, die Hungerepidemien zur Folge haben, sind Ethnozide!
Auch der absolute Wirtschaftsliberalismus ist ein Verstoß gegen das Mordverbot Gottes!
Eine "Kultur", die seit Jahrtausenden Gottes Wort verfälscht und faktisch in den Wind schlägt, hat kein Recht auf Weiterbestand!
Als die Angeln Britannien eroberten, rotteten sie dort die ursprünglichen keltischen Einwohner fast völlig aus.
Ihre Nachfahren wurden danach zu den erfolgreichsten Welteroberern und den gründlichsten Völkermördern auf vielen Kontinenten.
Ihre Besiedler der zwar nicht "judenfrei gemachten", aber von den Amerindern "gesäuberten" Territorien, die Spanier der "Reconquista" und der Conquista sowie die Nordamerikaner, die Iberoamerikaner und die Angloaustralier haben überall die indigenen Völker ausgemordet und bis heutzutage erniedrigt.
Heute geschieht Völkermord weltökonomisch und mit "Kampf dem Terrorismus".